Ein Stadion ist sanitärtechnisch ein Extremfall: An 25 Tagen im Jahr passiert alles gleichzeitig, an den übrigen 340 Tagen passiert nichts. Beide Zustände sind ein Problem — der erste für die Kapazität, der zweite für den Geruch. Wasserlose Urinale sind für Veranstaltungsstätten deshalb aus einem anderen Grund interessant als für Bürogebäude.
15 Minuten, in denen es funktionieren muss
Die Halbzeitpause bestimmt die Auslegung. Zehntausend Menschen verteilen sich auf wenige Minuten, und jede Sekunde, die ein Gerät nicht verfügbar ist, verlängert die Schlange. Genau hier zeigen spülende Systeme ihre Schwäche: Sensorspülungen brauchen einen Moment zum Auslösen, Druckspüler brauchen Nachlaufzeit, und bei paralleler Nutzung fällt der Leitungsdruck ab. Ein wasserloses Urinal hat keinen Takt — es ist im selben Moment wieder nutzbar.
Rechenbeispiel: Stadion mit 30.000 Plätzen
20 Heimspiele plus fünf weitere Veranstaltungen, 25.000 Besucher im Schnitt, davon etwa 17.000 männlich, zwei Urinalnutzungen je Besuch:
| Veranstaltungen pro Jahr | 25 |
| Nutzungen pro Jahr | 850.000 |
| Wasserverbrauch bei 2,0 l | 1.700 m³ |
| Kosten bei 5,00 €/m³ | 8.500 € |
| bei 120 Urinalen je Gerät | rund 7.100 Nutzungen / Jahr |
Interessant ist die Verteilung: 850.000 Nutzungen klingen nach Dauerbelastung, verteilen sich aber auf 25 Tage. Je Gerät sind es rund 7.100 Nutzungen im Jahr — die Kapazität eines Geruchsverschlusses reicht damit bequem über eine komplette Saison. Der Wechsel liegt in der Sommerpause, wenn ohnehin gewartet wird. Mit Ihren Besucherzahlen rechnet das der Einsparrechner nach.
Ein klassischer Siphon hält den Kanal mit Wasser zurück. Wasser verdunstet.
Steht ein Sanitärblock drei Wochen ungenutzt — und das ist zwischen zwei Heimspielen normal —,
sinkt der Wasserstand, bis die Sperre bricht. Dann riecht es am Spieltag aus dem Kanal,
obwohl niemand etwas falsch gemacht hat. Dasselbe passiert den Bodenabläufen
im selben Raum; sie sind in Veranstaltungsstätten die häufigste, weil unsichtbare Geruchsquelle.
Die Sperrflüssigkeit eines wasserlosen Geruchsverschlusses ist nicht Wasser,
sondern eine leichtere, nicht verdunstende Flüssigkeit. Sie steht nach drei Wochen Leerlauf
genauso da wie am ersten Tag. Für Objekte mit langen Nutzungspausen ist das der eigentliche
Vorteil — er taucht in keiner Wasserrechnung auf.
Was am Spieltag im Becken landet
Becher, Kaugummi, Papier, gelegentlich ein Handy. Für Veranstaltungsstätten ist deshalb die Bauform entscheidender als die Kapazität: Der Magma 3.0 fängt Feststoffe über ein integriertes Sieb ab, bevor sie in die Leitung gelangen, und ist dreifach verriegelt — herausziehen lässt er sich nicht im Vorbeigehen. Beides zusammen verhindert die Verstopfung, die sonst mitten in der Veranstaltung auftritt.
Für den Wechsel zwischen zwei Terminen ist der Magma 2.0 die praktischere Wahl: werkzeuglos, also durch das eigene Betriebsteam in Minuten erledigt, ohne Sanitärfachfirma und ohne Termin.
Reinigung im Takt
Nach der Veranstaltung wird schnell gereinigt, oft nachts, oft von wechselnden Kräften. Zwei Regeln müssen deshalb im Reinigungsplan stehen und nicht im Kopf einer Person: pH-neutrale Mittel und kein Auskippen von Wassereimern ins Becken. Beides zerstört die Sperrschicht und erzeugt genau den Geruch, den man vermeiden wollte. Enzymatische Beckensteine arbeiten in der Zwischenzeit weiter und halten den Ablauf frei — in Stadien vor allem deshalb sinnvoll, weil die Belastung punktuell und heftig ist.
Häufige Fragen
Halten wasserlose Urinale der Spitzenlast stand?
Ja, sie sind dafür sogar besser geeignet als spülende Systeme: Es gibt keine Auslösezeit, keine Nachlaufzeit und keinen Druckabfall bei paralleler Nutzung. Das Gerät ist unmittelbar wieder verfügbar.
Wie oft muss bei 25 Veranstaltungen gewechselt werden?
Maßgeblich sind die Nutzungen je Gerät, nicht die Zeit. Bei großen Anlagen verteilt sich die Last auf viele Urinale, sodass in der Regel ein Wechsel pro Saison genügt — planbar in der Sommerpause.
Riecht es, wenn das Stadion wochenlang leer steht?
Bei wasserlosen Geruchsverschlüssen nicht: Die Sperrflüssigkeit verdunstet nicht. Riecht es trotzdem, lohnt der Blick auf die Bodenabläufe im selben Raum — deren Wassersperre trocknet bei längeren Pausen aus.
Lässt sich die Umrüstung zwischen zwei Spielen machen?
Ja. Jedes Urinal ist in kurzer Zeit umgerüstet, die Keramik bleibt. Einzuplanen ist der fachgerechte Rückbau der Spülwasserleitung — wird sie nur abgesperrt, bleibt eine Totleitung im Strang zurück.
Auslegung für Ihre Spielstätte
Nennen Sie uns Kapazität, Anzahl der Veranstaltungen und Zahl der Urinale — Sie bekommen Wechselintervall, Einsparung und Umrüstkosten schriftlich, passend zur Saisonplanung.
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